Alle Wegeführen nachSantiago.
Jakobsweg – Camino de Santiago: So heißen alle Pilgerwege in Europa, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela führen. Drei davon beginnen bei uns in Neuss – Etappe für Etappe dokumentiert.

Vorab — Die Wege ab Neuss
Drei Wege,eine Haustür.
Wähle einen Weg: Kennzahlen, Stationen und die Etappentabelle mit dem Bild des Tages.
Über Köln, Bonn und Koblenz an die Mosel, über Trier und Metz nach Langres, durch Burgund nach Le Puy-en-Velay – erreicht an Tag 56. An Tag 89 Saint-Jean-Pied-de-Port, dann über Roncesvalles, Pamplona, Burgos und León bis zum Apostelgrab.
Die Route · Stationen
- Neuss
- Zons
- Köln
- Bonn
- Remagen
- Andernach
- Koblenz
- AlkenMosel
- Treis-Karden
- Bullay
- Traben-Trarbach
- Klausen
- Trier
- Perl/Schengen
- Metz
- Toul
- Vaucouleurs
- Langres
- Dijon
- Beaune
- Cluny
- Le Puy-en-VelayTag 56
- Conques
- Figeac
- Cahors
- Moissac
- Navarrenx
- Saint-Jean-Pied-de-PortTag 89
- Roncesvalles
- Pamplona
- Burgos
- León
- Astorga
- O Cebreiro
- Sarria
- Santiago de CompostelaTag 127
Am ersten Tag zum Kloster Langwaden, dann über Aachen, Lüttich und Namur, durch die Champagne nach Langres und über Besançon und Pontarlier in die Schweiz. Dokumentiert bis Lausanne.
Die Route · Stationen
- Neuss
- Alt Kaster
- Bourheim
- Würselen
- Moresnet
- Lüttich
- Namur
- Dinant
- Givet
- Rocroi
- Reims
- Châlons
- Vitry-le-François
- Bar-sur-Aube
- Langres
- Besançon
- Ornans
- Pontarlier
- Jougne
- Romainmôtier
- LausanneTag 43
Dokumentiert bis Lausanne.
| Tag | Etappe | Bild des Tages | Kilometer | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Neuss – Alt Kaster | Kloster Langwaden | 35 km | 35 km |
| 43 | Romainmôtier – Lausanne | Zauberhaftes Lausanne | 32 km | 1.049 km |
Die „Via Novesiana“ ist ein Verbindungsweg, der das rheinische Neuss mit dem niederländischen Sittard verbindet. An drei Wandertagen, mit jeweils circa 26 Kilometern, passiert man etliche historische Kapellen und Kirchen, zudem beeindruckende Klöster, Burgen und Schlösser.
Die Route · Stationen
- Neuss
- Mönchengladbach
- WickrathTag 1
- Rath-Anhoven
- WassenbergTag 2
- Heinsberg
- Selfkant
- SittardTag 3
I. — Was ist der Jakobsweg
Ein Namefür viele Wege.
Jakobsweg – so heißen alle Pilgerwege in Europa, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela führen. Der bekannteste unter ihnen ist der Camino Francés. Er beginnt in den französischen Pyrenäen; in Saint-Jean-Pied-de-Port treffen sich viele der Wege, die aus ganz Europa heranführen.
Die mittelalterliche Hauptroute führte über Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León. 1987 erklärte der Europarat den Jakobsweg zur „1. Kulturstraße Europas“, 1993 wurde er UNESCO-Welterbe. Und nach Rom und Jerusalem ist Santiago das dritte Hauptziel christlicher Pilger.


II. — Die Legende
Ein Schiffvoller Muscheln.
Jakobus der Ältere, so erzählt es die Legende, missionierte auf der Iberischen Halbinsel. Unter Herodes wurde er hingerichtet, sein Leichnam nach Spanien gebracht. Das Schiff, das ihn trug, war mit Muscheln bedeckt – darin liegt der Ursprung der Jakobsmuschel als Zeichen der Pilger.
Im Jahr 813 fand der Einsiedler Pelayo das Grab des Apostels – auf einem Sternenfeld, spanisch: Compostela. Zur Legende gehört auch die Schlacht von Clavijo im Jahr 844.
„Ein Sternenfeld – auf Spanisch: Compostela.“
Chronik
Vier Jahreszahlen,ein Weg.
Von der Entdeckung des Grabes bis zur Anerkennung als Welterbe.
- 813LegendeDer Einsiedler Pelayo findet das Grab des Apostels Jakobus.
- 844LegendeDie Schlacht von Clavijo.
- 1987EuroparatDer Jakobsweg wird zur „1. Kulturstraße Europas“ erklärt.
- 1993UNESCOAufnahme in das Welterbe.
III. — Geschichte
Blütezeit vom 11. bis zum 15. Jahrhundert, Niedergang im 16. Jahrhundert.
Blütezeitund Stille.
Vom 11. bis zum 15. Jahrhundert erlebte der Weg seine Blütezeit. Entlang der Route wurde gebaut wie selten zuvor, und Jakobus wurde zum Schutzpatron Spaniens und der Reconquista.
Im 16. Jahrhundert folgte der Niedergang. Wie still es werden konnte, zeigt Foncebadón: Das Dorf entvölkerte sich ganz.


„Erst 2005 bekam Foncebadón eine moderne Wasserversorgung.“
IV. — Warum Menschen pilgern
Damals Buße,heute vieles.
Im Mittelalter gingen Menschen aus Buße und in der Hoffnung auf Heilung. Manche kamen nicht freiwillig: Gerichte schickten „Strafpilger“ auf den Weg. Auch die Templer gehören zu dieser Geschichte.
Heute brechen Menschen aus religiösen, spirituellen, kulturellen oder sportlichen Gründen auf. Viele suchen Abstand zur Hektik des Alltags – und finden Einfachheit, Begegnungen, Natur und Gastfreundschaft.
Glaube. Spiritualität. Kultur. Sport. Abstand zur Hektik. Einfachheit. Begegnungen. Natur. Gastfreundschaft.



Bevor du losgehst
Erst der Ausweis,dann der Weg.
Ohne Credencial kein Bett in der Pilgerherberge. Bei uns bekommst du sie mit Infomaterial – ab 9 €.










